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2019-11-14 00:43
Vereinschronik (Kurzfassung)

Der Schützenverein Waidach wurde am 12. Januar 1963 von 26 schießsportinteressierten Bürgern im Wirtshaus zum Knopfloch (Waidach) gegründet.

Die Gründungsinitiative ging in erster Linie von Herbert Linke aus, welcher auch den ersten Vorsitz übernahm. Als Schießstätte diente dem Verein das Nebengebäude des Wirtshauses zum Knopfloch. Ende 1963 zählte der junge Verein bereits 40 Mitglieder. Im Jahr 1967 übernahm Claus Radermacher, ein Arbeitskollege von Herbert Linke und wohnhaft in Hainbronn, die Führung des Vereins. In der Ära Radermachers trat der Verein aus seinen Kinderschuhen und erreichte einen respektablen Bekanntheitsgrad, welcher weit über die Grenzen der engeren Heimat hinauswuchs. Ein großes Pokalschießen, 1966 ins Leben gerufen, mit Pokalen von namhaften Künstlern und Politikern, war hauptsächlich dafür verantwortlich.

Große und schöne Schützenfeste begleiteten bis 1980 dieses schießsportliche Ereignis des relativen jungen Vereins. Es wurde als das größte Pokalschießen Bayerns bezeichnet.

Die erste Patenschaft übernahm der Verein 1976 bei den Tüchersfelder Waidmannsheil-Schützen. Im Jahr 1988, zum 25-jährigen Vereinsjubiläum mit Fahnenweihe, revanchierten sich die Tüchersfelder und übernahmen die Patenschaft für die Waidacher Fahne.

Nach fast 25 Jahren Vereinsführung, war Claus Radermacher durch schwere Krankheit gezwungen von seinem Amt zurückzutreten. Es war ein großer Wunsch von ihm, das Gründungsmitglied, fast ständiges Vorstandsmitglied und seinen langjährigen Stellvertreter, Karl Eckert, als seinen Nachfolger zu sehen. Am 4. März 1990 bestätigte die Mitgliederversammlung Karl Eckert als 1. Vorsitzenden. Claus Radermacher wurde aufgrund seiner großen Verdienste für den Verein zum Ehrenvorstand ernannt. Leider konnte er seine Ernennungsurkunde nicht mehr persönlich in Empfang nehmen. Er verstarb am 30. April 1990.

Am 2. Juni 1991 übernahmen die Waidacher Schützen eine weitere Patenschaft. Ein beeindruckendes Schützenfest mit Fahnenweihe der Schützengilde Trubachtal, bei dem die Waidacher Schützen Pate standen, krönte die zweite Patenschaft.

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf Karl Eckert, seine Vorstandschaft und den gesamten Verein die plötzliche Kündigung des Pachtvertrages der Schießstätte durch die Vereinswirtin Hedwig Neubauer. Der Verein wurde vor die größte Herausforderung seiner Geschichte gestellt. Ohne Angebot einer Alternativlösung wurde ihm am 31. Mai 1991 die schriftliche Kündigung des Pachtvertrages zum 31. August 1991 überreicht. Diese plötzliche Notsituation weckte ungeahnte Kräfte und der SV „Waldfrieden“ zeigte Mut und Geschlossenheit.

In der Hauptversammlung am 3. März 1991 wurde mit 38 ja-Stimmen und bei zwei Enthaltungen, der Bau eines eigenen Schießhauses beschlossen.

3. Oktober 1992
Offizieller Spatenstich
10. Oktober 1992
Rattern der Baumaschinen zum Erdaushub
3. März 1993
Richtfest
1.-5. Juni 1994
Einweihung mit großem Schützenfest

Die Waidacher Schützen leisteten über 13.000 freiwillige Arbeitsstunden. Die Gesamtbausumme mit eingebrachten Eigenleistungen belief sich auf circa 1 Million DM.

Das Haus verfügt neben 10 Luftgewehrständen über eine unterirdische Feuerwaffen-Raumschießanlage von 50 Metern Länge. Sie ist kombinierbar ausgestattet mit einer fahrbaren und elektronisch steuerbaren 25 Meter Drehscheibenanlage für das Pistolenschießen. Vier Deckenlaufstände über 50 Meter ermöglichen das Schießen mit Langwaffen vom KK-Gewehr bis zum Ordonanzgewehr.

Krankheitsbedingt trat Karl Eckert am 5. Januar 1997 als Vorsitzender zurück. In einer am gleichen Tag stattfindenden, außergewöhnlichen Mitgliederversammlung wurde Friedrich Speckner zum 1. Vorsitzenden gewählt. Nach dem Rücktritt von Friedrich Speckner übernahm Karin Putzin den Vorsitz bis zum 09. April 2000.

In der Hauptversammlung mit Neuwahl am 9. April 2000 konnte kein Nachfolger gefunden werden. So sah sich wiederum Karl Eckert, der aufgrund seiner großen Verdiensten bei Planung und Bau des Schützenhauses zum Ehrenvorstand ernannt wurde, in der Pflicht und übernahm erneut den Vorsitz den er bis dato innehat.

Im Jahr 2001 wurde auch eine Böllerschützengruppe ins Leben gerufen, deren Vorreiter Helmut Hofmann, Siegfried Redel und Karl Eckert waren.

Am 23. Mai 2004 übernahm der Verein die 3. Patenschaft. Es war eine besondere Ehre, dass die Willenreuther Schützen die Waidacher zum Patenverein auserwählten.

Der SV "Waldfrieden" ist offen für jedermann. Jedem in ehrlicher und kameradschaftlicher Absicht Kommenden, soll die Möglichkeit gegeben werden, ein paar angenehme, fröhliche Stunden in Waidach verleben zu können.


gez. Karl Eckert
1. Vorsitzender, SV "Waldfrieden" e.V. Waidach
Waidach, Dezember 2004